Der US-amerikanische Microblogging-Dienst, Twitter, erfreut sich auch hierzulande steigender Beliebtheit. Neben persönlichen Banalitäten verbreiten sich vor allem Neuigkeiten schnell über dieses soziale Netzwerk. Auch für Ihren Marktplatz können Sie über Twitter neue Nutzer erreichen und so Ihren Verdienst steigern.
Twitter wird nicht nur in den USA immer spannender für Online-Marketing. Über den Microblogging-Service kann man unabhängig von Suchmaschinen gezielt Nutzer mit verschiedenen Interessen ansprechen. Allerdings ist dabei auch einiges zu beachten, da es kein typischer Anzeigenkanal ist. Bei Twitter teilen sich Nutzer mit und führen öffentliche Gespräche mit anderen. Es gilt also auf die Besonderheiten des Netzwerks einzugehen und nicht nur einfach Werbung zu schalten.
Twitter-Account anlegen
Jeder kann sich kostenlos bei Twitter registrieren. Dabei wird ein Twittername registriert, der den Nutzer gegenüber anderen identifiziert. Mit steigender Bekanntheit wird es ähnlich wie bei Domainnamen immer schwieriger den bevorzugten Twitternamen zu erhalten. Generische Begriffe wie "Shopping" oder "Preisvergleich" sind bereits vergriffen. Der Accountname bei Twitter ist jedoch bei Weitem nicht so wichtig, wie ein griffiger Domainname. Die Nutzer abonnieren, bei Twitter "folgen" genannt, Ihre Nachrichten nämlich in ihrem Account, ähnlich wie einen RSS-Feed, und müssen sich so Ihren Namen nicht merken. Darüberhinaus werden Sie nach einem vollen Namen gefragt. Hier können Sie Ihren eigenen Namen angeben, damit die Nutzer sehen, dass Sie es mit einem Menschen zu tun haben, und Ihnen so mehr Vertrauen entgegenbringen. Ebenso wichtig ist es, dass Sie ein Bild hochladen, das neben Ihren Twitter-Nachrichten erscheint. Dies kann ein Logo oder ein passendes Foto sein. Nach der Registrierung können Sie über "Settings" einen Link z.B. auf Ihren Marktplatz sowie eine Kurzbeschreibung zu Ihrem Profil angeben.

Die ersten Nachrichten
Oft wird gefragt, was man denn nun bei Twitter mitteilen soll. Ganz einfach: was Ihnen gerade in den Kopf kommt. Ein wichtiger Aspekt beim Microblogging, wie auch bei "großen" Blogs, ist der persönliche Eindruck. Diesen Hinterlassen Sie nur, wenn Sie auch Banales mitteilen. Was hören Sie gerade im Radio, wo gehen Sie heute Essen, was beschäftigt Sie im Moment? Wenn Sie täglich ein paar persönliche Mitteilungen bei Twitter veröffentlichen, werden Sie recht schnell treue Leser finden, die auf Ihre so genannten "Tweets" reagieren. Dann gilt es das richtige Verhältnis zwischen persönlichen und werblichen Nachrichten zu finden, damit die Nutzer Ihren Twitter-Stream nicht als Spam wahrnehmen. Da man jeweils nur 140 Zeichen für seine Nachrichten zur Verfügung hat, sollten Links gekürzt werden. Hierzu bieten sich Dienste wie TinyURL und Bit.ly an. Um noch über den eigentlichen Text hinaus Begriffe für die Twitter-Suche unterzubringen, haben sich so genannte "Hashtags" wie "#preisvergleich" etabliert. Dabei wird dem Begriff eine Raute vorangestellt.
Lesen und gelesen werden
Nachdem Sie die ersten Mitteilungen verfasst haben, können Sie sich auf die Suche nach interessanten Twitter-Mitgliedern machen, die Sie als Leser gewinnen möchten.
Hierbei kann man unterschiedlich vorgehen. Zum Einen bietet Twitter eine Personensuche an. Sie können also nach Leuten oder Firmen suchen, die Sie kennen. Außerdem können Sie die Leser Anderer durchstöbern. Die Twitter-Suche können Sie zudem nutzen, um gezielt potenzielle Leser mit ähnlichen Interessen zu entdecken. Zu guter Letzt findet man mittlerweile auf vielen Webseiten und Weblogs Hinweise auf die dazugehörigen Twitter-Accounts. Wenn Sie dementsprechend anderen Mitgliedern folgen und Ihr Account durch erste Mitteilungen interessant wirkt, werden Ihnen diese Nutzer in der Regel ebenfalls folgen. So gewinnen Sie neue Leser, die mit Sicherheit auch ab und zu auf die Links klicken werden, die in Ihren Twitter-Mitteilungen enthalten sind. Zudem gelangen Nutzer über den Weblink in Ihrem Profil auf Ihren Marktplatz. Wie immer gilt: übertreiben Sie es nicht. Wenn Sie zu schnell sehr vielen Leuten folgen, werden Sie als Spammer verbannt.
Nun haben Sie die Grundlagen von Twitter kennengelernt und können zunächst etwas Erfahrung damit sammeln. In einem weiteren Teil werde ich dann demnächst beschreiben, wie man seinen Erfolg bei Twitter beschleunigen und wiederkehrende Arbeitsschritte automatisieren kann. Bis dahin freue ich mich über Kommentare sowie wenn Sie Ecato und mir künftig auf Twitter folgen und wünsche viel Spaß!

Kommentar vom 21.09.2009 18:45
Danke für die interessanten Ausführungen über Twitter, sie haben mir sehr geholfen.
MfG
willibald66
Kommentar vom 21.09.2009 19:12
Ein sehr guter Artikel für Twitter Neulinge und Starter. In der Tat ist es möglich über Twitter kostenlosen qualifizierten Traffic zu generieren. Jedoch sollte man dafür auch genügend Zeit investieren um sein Twitter-Account zu pflegen und seine Followers wertvollen Content zu liefern. Twitter ist ja wie viele andere Seiten auch ein soziales Netzwerk. Das bedeutet auch viel geben. Und zwar kostenlosen nützlichen Content. Ansonsten wird man sehr schnell als Spamer enttarnt. Nur Werbebotschaften dort zu veröffentlichen bringt nicht viel. Wenn man es aber richtig angeht und genügend Zeit in die Pflege seines Twitter-Accounts investiert, dann kann Twitter durchaus zu einer wertvollen Besucher-Quelle werden. Weitergehende Information über Twitter habe ich auf meinen Blog verfasst. Wer daran interessiert ist mehr über erfolgreiches Twitter-Marketing zu erfahren, findet dort nützliche Informationen.
Kommentar vom 21.09.2009 23:16
Ich fande den Bericht auch ziemlich gut. Bin schon gespannt darauf Teil 2 zu lesen.
Kommentar vom 22.09.2009 08:46
Vielen Dank für die wertvollen Tipps, die mir schon mehr traffic zu meiner Website bringen.
Kommentar vom 03.10.2009 12:55
Naja, kostenlos ist das ja nicht so ganz. Um da Traffic zu generieren, muss man auch einiges an Arbeit reinstecken.
Kommentar vom 03.10.2009 14:27
Natürlich muss man Zeit investieren, aber das ist immer so, selbst wenn man zudem auch noch für den Traffic selbst bezahlen muss, Dirk. Die Zeiten, wo man beispielsweise bei Adwords "mühelos" Traffic kaufen konnte, sind leider vorbei. ;-)
Kommentar vom 30.10.2009 21:49
Gute Artikel, wobei ich glaube, dass sich die ZEiten ein wenig geändert haben. Wirklich Traffic und vor allem Konversion erreicht man mit Twitter auch nur sehr schwierig.