Die Frage der Monetarisierung im “Web 2.0″ führt schnell zum Thema “Social Commerce”. Denn hier verschmelzen klassicher E-Commerce und das, was “Web 2.0″ ausmacht: Begeisterung und Authentizität. Doch wie kann es “Social Commerce” aus der Nische in eine breitere Masse schaffen?
Stagnierende Nutzerakzeptanz
Der oft zitierte “Long Tail” soll sozialen Verkaufsplattformen zum Erfolg verhelfen. Viele Nischenprodukte werden für viele kleinere Kundengruppen mit speziellen Interessen angeboten. Damit soll letztlich insgesamt mehr Umsatz gemacht werden, als mit den Verkaufsschlagern. Die Theorie ist natürlich einleuchtend. Wenn man im Monat jedes von zehn Millionen Produkten einmal verkauft, ist das zehn mal mehr, als wenn man einhundert Produkte monatlich je zehntausend mal verkauft.
Das mag zwar beispielsweise großen Auktionsplattformen gelingen, aber gerade für kleinere Anbieter scheint es zunehmend schwerer eine kritische Masse interessierter Käufer zu finden - ebenso wie engagierte Nutzer, die z.B. Produktempfehlungen einstellen. Das zeichnet sich bei solchen Plattformen auch in der Reichweite ab, die aktuell anhaltend auf relativ geringem Niveau stagniert. Wie kann man also mehr Kunden und Nutzer für die hochgelobten, neuen Shopping-Ansätze begeistern?
Nutzung bestehender Reichweite
Der fundamentale Vorteil eines Whitelabel-Anbieters ist, dass er an bestehende Reichweite anknüpfen kann. Die Kooperation mit Portalen, Special Interest Websites und Communities erleichtert den Markteintritt. Im Netzwerk ist die Reichweite immer höher, als die des Einzelnen. Diese Methode ist auch im “Social Commerce” nützlich. Anstatt dutzende Male erneut einen Nutzerstamm aufzubauen, sollte eine langfristige Zielsetzung die Zusammenführung in eine gemeinsame, unabhängige Nutzerbasis sein. Ein Whitelabel-Netzwerk wie Ecato kann dafür die richtige Grundlage schaffen.
Genau dies ist auch für Nutzer und Kunden ein großer Mehrwert. Die Verwaltung von Nutzerdaten wird durch eine portalübergreifende Datenbank erleichtert. So ist denkbar, dass wenn ein Nutzer beispielsweise bei ZDNet.de Shopping seine Kundendaten ändert, diese gleichzeitig auch für den Preisvergleich bei Gamigo.de akualisiert werden. Auch die Übergabe von Nutzerdaten bestehender Communities ist mit Zustimmung des Kunden kein Problem. Mehrwerte für bei einem Portal eingeloggte Mitglieder können jedoch auch bei anonymisierter Kennzeichnung angeboten werden, wenn eine Speicherung in einer zentralen Datenbank kunden- oder portalseitig nicht gewünscht ist.
Dezentral nutzergenerierte Inhalte
Genauso wie die Nutzerdatenbasis zentral gespeichert werden könnte, sind bereits die Produktdaten bei einem Whitelabel-Netzwerk organisiert. Diese können problemlos durch Inhalte von Nutzern angereichert und für alle angeschlossenen Portale aufbereitet werden. Stellt ein Nutzer künftig beispielsweise eine Produktbewertung bei Sparduell ein, so kann diese zeitgleich auch bei MeinPreisvergleich sichtbar werden - und umgekehrt. So entsteht dezentral “User Generated Content”, der zentral verarbeitet wird.
Nutzer zu motivieren, Inhalte zu erstellen, ist nicht immer leicht. Zudem benötigt man entsprechende Besucherzahlen, damit stetig vielfältige Inhalte generiert werden können. Im Netzwerk kann so jede Plattform von der gemeinsamen Reichweite aller partizipieren. Selbst mit wenigen Nutzern auf einer Plattform entstehen so kontinuierlich Inhalte. Auch vollkommen neue Shopping-Portale können durch das Netzwerk mit einem Grundstamm an nutzergenerierten Inhalten starten.
Zentral händlerübergreifender Warenkorb
Der größte Knackpunkt in der Diskussion um “Social Commerce” ist ein zentraler, händlerübergreifender Warenkorb. Dieses Thema wird sich aus zweierlei Richtung entwickeln. So arbeiten große Versandhäuser teilweise bereits mit einem zentralen Warenkorbsystem, das die Bestellung aus verschiedenen Katalogen in einem Prozess ermöglicht. Dabei wird auf konzerneigene Kataloge oder solche von ausgewählten Partnern (meist Hersteller) zurückgegriffen. Ähnlich funktionieren die Marktplätze großer Onlineversandhändler. Der Kunde steht hier jedoch meist vor dem Problem, dass er verschiedene Vertragskonditionen akzeptieren und teilweise mehrfach Versandkosten zahlen muss.
Außerdem entstehen zunehmend “Social Commerce” Plattformen, die für Händler und Verbraucher ein zentrales System anbieten. Durch standardisierte Geschäftsbedingungen und kostenfreien Versand lässt sich so das beste Kauferlebnis für Verbraucher erzeugen. Allerdings machen die großen Markenhändler hier nicht mit. Der zentrale Warenkorb bleibt also in einer Nische. Jedoch können wir auch hier möglicherweise die Lücke füllen. Durch Schnittstellen zu bestehenden Warenkorbsystemen und die zentrale Nutzerdatenverwaltung können wir Verbrauchern die Bestellung in einem Prozess mit einem Kundenkonto und Optimierung der Versandkosten erleichtern. Dies wieder auf alle teilnehmenden Partner multipliziert.
Gemeinsam den Wandel vorantreiben
Ecato kann als Marktplatz-Netzwerk ein wichtiger Treiber für “Social Commerce” in Deutschland sein. Kooperationen und Synergien helfen im Netzwerk die Branche voranzubringen und relevante Reichweite aufzubauen. Gerade durch einen gemeinsamen Vorsprung können kleine und neue Plattformen zu mehr Leben erweckt werden. Für mehr Leidenschaft im Handel, für mehr begeisterte Kunden. Das ist “Passionate Commerce”, sprechen Sie mit uns über Kooperationsmöglichkeiten!

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Pingback vom 11.07.2007 20:35
[…] Auch sollten alle Beteiligten durch Netzwerksynergien voneinander profitieren. Dazu hat sich Ecato Passionate Commerce auf die Fahne geschrieben und will mehr Spass und Leidenschaft in den viel zu oft noch statischen […]
Sparduell Blog - Gründerszene featured SparduellPingback vom 13.07.2007 08:29
[…] Mit mehr Leidenschaft im Handel und Begeisterung für Produkte bei den Kunden soll Sparduell mit seinen Netzwerksynergien als Innovationstreiber für den E-Commerce gelten frei nach dem Motto “Passionate Commerce”! […]
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